[Lifestyle] A Different Kind Of Meditation

Nur so zwischen Tür und Angel – eigentlich schon auf dem Sprung – stolpere ich über einen Artikel von Planet Backpack. Und ausgerechnet über Yoga. Das mit Kriegern und nach unten schauenden Hunden und irgendwelchen mir schleierhaften Asanas. Wenn jemand mich mit Namasté begrüßt, dann bin ich etwas skeptisch und flüchte mich lieber mal in Lächeln, Winken, Flucht ergreifen.

Aber irgendwie les ich dann doch ein bisschen weiter. Das ist so, wie wenn man eigentlich ganz dringend auf RTL mal wieder wegschalten möchte, weil man weiß, dass man sich sonst fragt, ob sich die deutsche Jugend wirklich fortpflanzen sollte: Man gibt sich’s noch einen Ticken länger und dann ist es zu spät.

Und ein paar Sätze später hatte sie mich.

Wann hast du das letzte Mal für zehn Minuten nichts gemacht?

Wann hast du das letzte Mal deinen Körper richtig gespürt?

Wann hast du das letzte Mal an nichts gedacht?

Wann bist du das letzte Mal  bewusst durch alle Emotionen gegangen, die du in dir hast?

Na ja in diesem Moment wohl kaum. Denn gerade eben denke und spüre und mache ich jede Menge: Ich versuch zu ergründen, in welchem tiefen Nirwana meiner Vergangenheit die Momente begraben liegen, in denen ich an nix gedacht hab, nix gemacht hab und in mir drin einfach nur so ein gemütliches Ghandi-ähnliches Schweigen war.

Ähm gut… darf ich den Telefonjoker benutzen, bitte?

Dummerweise finde ich aber auch Meditation irgendwie doof. Genauso wie nach unten schauende Hunde. Meine Gedanken schauen da nämlich gar nicht nach unten. Die flitzen eher in meinem Kopf rum wie ein Schwarm wild gewordener Kaulquappen, wenn jemand einen Stein in einen Gartenteich schmeißt. Was, wenn man mal ehrlich ist, nicht immer unbedingt maximal entspannt…

Also habe ich einen Entschluss gefasst: Ich werde zumindest mal versuchen, maximal daran zu denken, alles, was sich so angesammelt hat, wild aus mir raus zu pusten – damit ich mal wieder wie ein Baby schlafen kann.

In diesem Sinne: Namasté – oder wohl eher Fuck that! (heute Abend können mich alle mal gern haben).

Hat denn einer von euch schon mal Erfahrungen im Meditieren gesammelt?

5 Comment

  1. Sport ist meine Meditation. 🙂

    Im Ernst… ich bin jemand, der viel zu viel zu viel zu viel grübelt und das mit ins Bett nimmt. Seitdem ich regelmäßig Sport treibe, bin ich deutlich ausgeglichener und ich kann mittlerweile wieder schneller ein- und vor allem durchschlafen.

    Für reine Meditation oder Yoga bin ich einfach zu hibbelig, da werde ich meine Energie nicht los und bin irgendwann maximal genervt, umso langsaaaaaamer etwas ausgeführt werden muss. ^^

    1. Hahaha das kann ich gut verstehen. Yoga macht mich zum Beispiel auch irre 😀
      Machst du denn den Sport dann auch immer abends? Oder ne bestimmte Übung? 🙂
      abends direkt vor dem Schlafengehen mach ich keinen Sport mehr, weil ich dann auch nicht schlafen kann. Also hab ich mal zwei Minuten still sitzen probiert und tadaaaa…die waren sau schnell um! 😉

      1. Neeee gar nicht, ich mache direkt morgens nach dem Aufstehen Sport, damit ich nicht in Versuchung komme, abends nach der Arbeit irgendwelche Ausreden zu suchen. 😛

  2. Bor ja, bitte. Einfach mal 10 Minuten an nix denken. Alle sagen, joggen soll helfen. Tuts bei mir aber nicht. Da hab ich zu viel Langeweile zum Nachdenken. Für Yoga bin ich auch zu blöde hab ich so das Gefühl. Diese Arm-Bein-Koordination ist nicht meine Stärke.
    Ne zeitlang hab ich einfach auf dem Teppich gelegen und mir beim atmen zugehört. Aber das ist auch furchtbar anstrengend, wirklich aufs atmen zu hören und nicht mit den Gedanken abzuschweifen.

    Kurz hatte ich mal an Schweigekloster gedacht, aber wenn man keine Ordnung im Leben hat, bringt glaub ich alles sporteln, meditieren und schweigen nix.

    1. Ich kenn das so gut. Einfach nur mal so richtig abschalten kann ich glaub ich echt bloß wenn mir einer mit ner Schaufel eins drüber zieht. Obwohl diese zwei Minuten “geführte Meditation” gestern echt schnell rum waren. Ich war erstaunt!

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