[Lifestyle] Getting your shit together

Es ist doch so: Manchmal will man sich in Dinge so richtig schön reinsteigern!
Und ganz ehrlich: Die Versuchung ist ja auch groß, wenn alles irgendwie so richtig kacke und neben der Spur läuft. Manchmal, da frag ich mich, wie viel mieses Karma ich eigentlich in früheren Leben gesammelt haben muss und dann ist die Selbstmitleidsgrube nicht weit weg, in der man sich dann suhlen kann wie Sheldon Cooper im Bällebad.

Bazinga! Versucht doch, mich da wieder raus zu kriegen. Nein! Ich bleibe hier, ich will mich da jetzt reinsteigern!

Manchmal passieren auch einfach Dinge, die tatsächlich richtig kacke sind und die man nicht ändern kann. Die das eigene Leben durcheinander rütteln und einen von der linken Überholspur ganz schnell runter holen auf den Standstreifen. Das kann eine Trennung sein oder eine Exmatrikulation oder ein richtig schlimmer Schicksalsschlag. Und da steht man dann, mit Warndreieck und der dämlichen gelben Weste, in der man so unvorteilhaft aussieht, dass garantiert kein Autofahrer anhalten wird, um eine holde Maid aus ihrer Not zu erretten.

Wenn so was passiert – wenn ich auf dem Standstreifen stehe und das ganze Leben scheint blitzschnell an mir vorbei zu ziehen und auf mich armes Ding überhaupt keine Rücksicht mehr zu nehmen – dann bin ich auch schnell versucht, mich am besten noch unter das rauchende Autowrack zu legen und auf ein schnelles Ende zu hoffen. Oder wenigstens auf eine filmreife Explosion.

Und wenn da nix explodiert?
Dann bleibt nur: tief durchatmen! Weiter machen! Den inneren Gandhi finden und akzeptieren, dass man Dinge nicht ändern kann. Leider verfügen die wenigsten Menschen – bis auf eben Gandhi – über so eine meditative Gelassenheit. Ein paar Dinge können aber helfen, irgendwie wieder zurück auf Spur zu kommen:

Alles aufschreiben zum Beispiel. Klingt vielleicht fast zu simpel, um wahr zu sein. Aber es klappt garantiert. Und der große Vorteil dabei: Man kann sich jeglicher Fäkalsprache bedienen, liegt nicht den besten Freundinnen mit immer dem gleichen Scheiß in den Ohren, kann das Papier (und irgendwie auch die ganze Situation) danach durch den Aktenvernichter drehen oder als Raucher alternativ auf dem Balkon abfackeln und hat außerdem seine Hände und sein Hirn beschäftigt.

Laut Musik hören, und zwar nicht unbedingt Adele, die Hello in den Hörer haucht. Das verstärkt vielleicht noch den Drang, direkt die Busverbindung zum nächsten 10-stöckigen Gebäude zu googlen. Bei mir kommen da die echten, musikalischen Geschmacksverstimmungen durch. Um mich wieder aus dem Loch zu ziehen, muss schon mal ›It’s my life‹ oder ›Don’t stop believing‹ herhalten – aber hey, das sind auch wenigstens Songs mit Message!

Frischluft. Man muss ja nicht Joggen gehen und wie ein wahnsinniger 10 Kilometer runter rennen. Ein Spaziergang hilft schon. Hauptsache frische Luft. Hauptsache raus. Und die laute Musik auf den Ohren.

Und wenn das alles gar nicht hilft, dann hilft ganz sicher eines:
Bei einer Freundin einquartieren. Entweder per Voicemail und Telefonkonferenz oder gleich physisch auf der Couch. Denn in so einerschwierigen  Situation kann eben ein altbekanntes Gesicht immer noch am besten helfen.

Und schlussendlich gibt’s eine Sicherheit, wie Robert Frost so schön über das Leben philosophiert hat:
In three words I can sum up everything I learned about life: It goes on.
Ruhe bewahren. Auch mieses Karma muss mal eine Pause machen.

Wie geht ihr damit um, wenn’s mal so richtig kacke läuft?

Bildquellen: the CW via Luke’s Diner, likesuccess.com

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